Thiazi

Thiazi, auch Tjatse, ist ein Riese. Er ist der Vater der Göttin Skadi.

Auftreten in der germanischen Mythologie: Als Odin, Loki und Hönir auf Wanderschaft waren, verhinderte er in Gestalt eines Adlers das Garwerden eines Ochsen, den sie brieten. Als Odin ihm zugestand er dürfe etwas von dem Fleisch haben, wenn er es gar werden liesse, verschlang er sogleich grosse Mengen davon. als Loki ihn mit einem stoch davon abhalten wollte, noch weiter von dem Fleisch zu essen, blieb der Stock im Körper des Adlers stecken, weil Loki nicht loslassen will, wird er weit vom Adler mitgeschleift.

Als er schon ein weites Stück mit Loki gekommen ist, bittet dieser ihn loszulassen, was Thiazi unter dem versprechen, Loki möge ihm Idun und ihre Äpfel bringen, gewährt. Was Loki auch unter dem Vorwand, er habe einen Baum gesehen in auf dem Äpfel gleich denen Iduns wachsen, schafft. Loki führt Idun mitsamt ihren Äpfeln in den Wald, wo Thiazi, in Adlergestalt, sie packt und zu seinem Hof Trymheim trägt. Als die Asen Iduns verschwinden bemerken, berufen sie einen Rat ein. Auf Odins Nachfragen, erzählt Loki er habe gesehen wie ein adler sie entführte. Die Ase setzten daraufhin Loki unter Druck Idun zurück zu bringen.

Für die Rettung leiht er sich das Falkenhemd der Freya aus, welches in in eine Falkengestalt verwandelt. Er fliegt zum Hof des Thiazi und verwandelt Idun in eine Nuss die er in den Krallen trägt, die Äpfel der Idun trägt er im Schnabel. Als Thiazi wiederrum Iduns Verschwinden bemerkt, nimmt er seine Adlergesalt an und jagt Falken-Loki hinterher.

Als die Asen in Asgard sehen, wie sich Loki mit Idun nähert, tragen sie Holz für eine Feuer zusammen, Loki fliegt darüber hinweg, dann zünden sie es an. Thiazi in Adlergestalt versengt sich daran die Federn, geht zu Boden und wird von den Asen erschlagen.

Wütend über den Tod ihres Vaters zieht Skadi nach Asgard und verlangt Entschädigung in form eines Ehemannes und der Tatsache das sie zum lachen gebracht werden soll.



Quellen:

Die Edda (Simrock- Übersetzung)

Tor Age Bringsvaerd: "Die wilden Götter"