Sif

In der nordische Mythologie ist Sif eine Göttin, die mit der Erde in Verbindung gebracht wird. Sif kommt in der Prosa-Edda, die im 13ten Jahrhundert von Snorri Sturluson aus traditionellen Quellen zusammengetragen wurde, der Liederedda, und anderen skaldischen Gedichten, vor. In der Prosa-Edda wie in der Lieder-Edda ist Sif die Frau von Thor und wegen ihres goldenes Haares bekannt.

Sif wird als Mutter der Göttin Thrud (an. Þrúðr), mit Thor als Vater in der Prosa-Edda genannt. Die Prosa-Edda erzählt, wie Sif einst ihre Haare von Loki abgeschnitten bekam. Aufgrund dieser Tat hat Thor den Loki gezwungen als Ersatz eine goldene Kopfbedeckung für Sif herstellen zu lassen, sowie fünf andere Objekte für die Götter.

Verschiedene Gelehrte trugen die naturmythologische Theorie vor, daß Sif's Haare die Feldes goldenen Weizens representieren. Sif wird generell mit Fruchtbarkeit, Familie und der Ehe assoziiert und, (wie auch Thor) mit der Eberesche verbunden. Es ist möglich, daß in dem altenglischen Gedicht Beowulf auf sie verwiesen wird.

Etymologie

Der Name Sif ist die singulare Form des Plurals des altnordischen Wortes sifjar. Sifjar erscheint nur in singularischer Form, wenn es auf die Göttin als Eigenname bezogen wird. Sifjar ist ein verwandtes Wort zum altenglischen sib (bedeutet "Affinität, Verbindung, Heirat") und wird zu anderen germanischen Sprachen gestellt: in got. sibbia, in alhd. sibba und in hochdeutsch sippe. Sifjar erscheint nicht nur in antiken Gedichten und Gesetzesaufzeichnungen sondern auch in anderen Wortbindungen (bygja sifjar bedeutet "zu heiraten"). Als Etymologie gibt John Lindow die Bedeutung "Beziehung zu angeheirateten Verwandten" an, Andy Orchard bietet den Begriff "Verwandschaft" und Rudolf Simek deutet auf "Verwandschaft durch Ehe".

Links

Der Artikel wurde ursprünglich aus dem englischen Wikipedia ins Deutsche übersetzt.[1]