Hugin und Munin

Hugin und Munin sind die Namen der beiden Raben, welche Wodan bzw. Odin begleiten.

Hier ein Zitat aus der Liederedda:


Hugin und Munin müssen jeden Tag
Über die Erde fliegen.
Ich fürchte, daß Hugin nicht nach Hause kehrt;
Doch sorg ich mehr um Munin.[1]
(Liederedda Simrock- Übersetzung Grimnismal 20ste Strophe)


In den Verschiedenen Versionen der Edda erscheinen diese beiden Raben als Kundschafter Wodans, die jeden Abend losfliegen und die Erde auskundschaften. Am Morgen kehren sie stets wieder zurück, um ihm alle Neuigkeiten zu erzählen, die sie während ihrer Reise erfahren haben. Die Namen der beiden lassen sich aus dem Altnordischen als "Gedanke" und "Erinnerung" übersetzen.

Da Raben sehr intelligent sind, wurden diese Vögel in vielerlei Hinsicht zum Sinnbild.

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Hugin und Munin - Fotomontage als Avatar

Auch in anderen Sagen und Mythen Europas kommen Raben vor: So soll König Artus in einen Raben verwandelt worden sein. Dem griechischen Gott Apollon waren die Raben heilig. Im Zuge der Christianisierung wurde das heidnische Sinnbild verteufelt und galt wie viele schwarze Tiere als eine der vielen Verkörperungen des Bösen bzw. des Teufels.

In der Dichtung spielen Raben bis heute noch eine Rolle. In den Bildergeschichten von Wilhelm Busch kommt das Tier als eher unglückliche Gestalt vor (Hans Huckebein). Sprichwörtlich ist auch der "Unglücksrabe". Der Kinderbuchautor Otfried Preußler verarbeitet den Verwandlungsmythos in seinem Buch Krabat.

Literaturhinweise

  1. http://www.thomasnesges.de/edda/grimnismal.html