Heimdall

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Heimdall mit dem Gjallarhorn. Aus einer isländischen Handschrift des 18. Jhs.

Heimdall wird in der nordischen Mythologie i. d. R. als der Wächter der Götter beschrieben.

Im Skaldskaparmál wird Heimdall Sohn des Odin genannt. Aufgrund einer Stelle in der Edda in der die Rede davon ist, das Odin der Vater aller Götter ist, nimmt man oftmals an, daß Heimdall auch der Sohn Odins sei. Die unsichere Stelle allein rechtfertigt aber nicht die konkrete Verwandtschaft, weil Odin auch generell als Göttervater beschrieben wird.

Heimdall wurde "am Rande der Erde geboren", von "9 Müttern die neun Schwestern" sind. Die einzige direkte Entsprechung findet man hier in den 9 Töchtern des Meerriesen Ägir die i.d.R. als die verschiedenen Meereswellen interpretiert werden. Das diese neun Schwestern auch die Mütter H.'s sind, ist umstritten. Mit drei Menschenfrauen hat er der sehr späten und ebenfalls nicht unumstrittenen Rigsthula zufolge die Söhne Jarl (Fürst), Karl (Bauer) und Thraell (Sklave, Knecht), die vermutl. die Gesellschaft abbilden sollten. In der Liederedda ist Heimdall als mit allen Wesen versippt beschrieben und wird auch als Vater aller Menschen bezeichnet.

Damit trifft sich H. inhaltlich mit der südgermanischen Mannus- Genealogie (Tacitus Germania)

Heimdall wohnt in Himinbjörg, hat goldene Zähne und reitet auf seinem Pferd Gulltopp. Er besitzt das Horn Gjallarhorn, das am Ende aller Zeiten die Götter vor den herandringenden Riesen warnt und damit die Ragnarök einleitet. Heimdall ist Wächter/Schützer an der Regenbogenbrücke Bifröst, die Midgard mit Asgard verbindet. Er hört die Wolle auf den Schafen wachsen, sieht ausgezeichnet, braucht weniger Schlaf als ein Vogel und wird weise "wie sonst nur die Wanen" genannt. Heilig sind ihm die Schafs - Widder.

Im Ragnarök kämpft er gegen seinen Konkurrenten Loki. Beide töten sich gegenseitig.

Etymologie

altnord. heimdallr: "der Strahlende" od. "Weltglanz" od. "der, der die Welt beleuchtet"

Aufsätze

Literatur

Birger Pering: Heimdall