Asen

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Die Asen (altnord. Æsir, Sg. Áss, von urgerm. *ansuz) stellen die oberste Göttergemeinschaft in der nordischen Mythologie dar, zu denen auch die Wanen (vanir) gehören. Die Asen werden in der Edda als das jüngere Göttergeschlecht dargestellt, während die Wanen das ältere Göttergeschlecht symbolisieren.

Nach der Snorra-Edda wohnen zwölf Asen in Asgard (Sitz der Götter). Sie richteten die Welt ein, (vgl: Voluspa) und wirken auch danach innerhalb der Welt, bestimmen ihren Lauf, beschränkt allerdings durch das Schicksal, das nur die Nornen im vollen Umfang kennen.

Die Götter sind "poetisch personifiziert", also parallel zu menschlichen Verhältnissen von Geburt und Tod in den Dichtungen dargestellt. Die germanischen Götter werden - anders als beispielsweise die griechischen Götter - durchweg nicht als ewig verstanden. In anderen Dimensionen als denen der Menschen entstehen und vergehen sie. Sie benötigen zudem eine Art Verjüngung durch die "Äpfel der Idun", damit sie nicht vor der Zeit alt und schwach werden. Zum Ende aller Zeiten, dem "Endschicksal" der Götter (Ragnarök) werden die Götter vergehen und kurz vor ihnen die Menschenwelt (Midgard) . Asen wird auch als Namensvorsatz beim höchsten Gott - Thor - angewandt (z.B. Asen-Thor, Asa-Thor) und als Vorsilbe für Vornamen wie Astrid.


Stammbaum

Datei:Asenstammbaum.jpg
Stammbaum der Asen

Literatur

  • Die Edda. Vollständige Ausgabe in der Übersetzung von Felix Genzmer. Eugen Diederichs Verlag, München 1981.
  • Die Lieder des Codex Regius (Edda) und verwandte Denkmäler. Text - Übersetzung - Erläuterung. Bearbeitet von Prof. Dr. Bernhard Kummer. 2 Bände, Verlag der Forschungsfragen unserer Zeit, Gisela Lienau, Zeven, Bezirk Bremen, 1961.
  • E.A. Phillipson: Die Genealogie der Götter, University of Illinois Press, 1953.

Siehe auch

Weltbild, Wanen, Ragnarök, Götter